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Organisation

Seit 1911 wird die Fasnacht vom Fasnachts-Comité organisiert, das in allen Fragen der Fasnacht als offizieller Ansprechpartner fungiert. Das Comité gibt auch die Fasnachts-Plaketten ("Blagedde") heraus. Diese gibt es in vier Ausführungen zwischen CHF 8 und 100 (Kupfer: CHF 8, Silber: CHF 15, Gold: CHF 45, Bijou (Echtsilber mit Vergoldung): CHF 100). Der Reinerlös wird an die Fasnachtsgruppen weitergegeben. Es wird zwar von Besuchern nicht explizit verlangt, aber erwartet, dass sie eine Plakette kaufen, um die Finanzierung der Gruppen weiterhin sicherzustellen.

Fasnachtstermin

Es ist nicht ganz geklärt, weshalb die Basler ihre Fasnacht eine Woche zeitversetzt feiern. Häufig wird dies damit erklärt, dass die Basler nach der Reformation um 1520 an der Fasnacht festhielten, während in den meisten anderen reformierten Gebieten Fasnacht, Karneval etc. nicht mehr offiziell gefeiert wurden. Heute rühmt sich die Basler Fasnacht als „einzige protestantische Fasnacht der Welt“. Um sich von den katholischen Bräuchen abzugrenzen, soll die Fasnacht 1529 um eine Woche nach hinten verschoben worden sein. Es gibt aus dieser Zeit jedoch keine Dokumente, die dies belegen; erst in ca. 200 Jahre jüngeren Schriften werden Beschlüsse von 1529 zitiert.

Historiker weisen zudem darauf hin, dass der katholische Fastnachtstermin bereits 1091 auf dem Konzil von Benevent um sechs Tage nach vorne geschoben wurde, weil die Sonntage von der 40-tägigen Fastenzeit vor Ostern ausgenommen wurden und der Beginn der Fastenzeit somit um sechs Tage nach vorne auf den heutigen Aschermittwoch rückte. Bis weit ins 16. Jahrhundert existierten beide Fasnachtstermine nebeneinander: zum einen die Herren- oder Pfaffenfasnacht, die am Aschermittwoch endete. Der Name deutet schon an, dass diese vor allem von den wohlhabenderen Kreisen begangen wurde. Zum anderen wurde vom gemeinen Volk die Bauernfasnacht (alemannisch Burefasnacht) gefeiert. Die Basler Fasnacht findet demnach also zum „alten“ Fasnachtstermin statt. Übrigens haben sich gerade im alemannischen Raum bis heute viele Bräuche der Burefasnacht erhalten. Nach dieser Theorie müsste die Basler Fasnacht allerdings schon am Dienstag enden und der Morgestraich würde bereits am Samstag stattfinden.

Bis heute ist in Basel die Redewendung „de kunnsch hindedryy wie die alti Fasnacht!“ gebräuchlich.

Zahlen

2004 waren beim Fasnachts-Comité über 480 Einheiten gemeldet, darunter 141 Cliquen, Stammvereine, Gruppen, 141 Wagencliquen und Chaisen (Kutschen), 61 Guggenmusik-Gruppen, 86 Pfeifer- und Tambouren-Gruppen sowie 55 Einzelmasken und kleine Grüppchen. Insgesamt nahmen somit mehr als 12.000 organisierte Fasnächtler teil, hinzu kamen noch etwa 6.000 „wilde“ Fasnächtler, die nicht in einer Clique oder Gruppe organisiert sind. Insgesamt 185 Zuglaternen wurden mitgetragen oder auf einem fahrbaren Gestell mitgezogen.

 
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